Nichts! 
21.9.12, 19:03
Geposted von Kerstin Seidel

Nichts!



Alles bleibt
nichts
bleibt
die Tage kommen
und gehen und
du mühst dich
klebst Buchstaben
zu Worten zu Sätzen
zu Sinn und
alles bleibt
Nichts

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Utopie! 
12.9.12, 15:59
Geposted von Kerstin Seidel

Utopie!



Ich möchte sein
dort,
wo Träume die Gedanken treffen
und aufgehen wie die Sonne,
dort,
wo die Ruhe Stille wird
und Schweigen pure Wonne,
dort,
wo der Mut die Fesseln löst
und hohe Mauern fallen,
dort,
wo das Du zum mir wird
und Liebe kommt zu allen







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Träumen! 
10.9.12, 21:14
Geposted von Kerstin Seidel

Träumen!



Träumen!

Lass uns träumen
von der Liebe träumen,
lasst uns die Stunden besingen,
die wir in Seligkeit verbrachten,
nur dem Ruf der Gefühle gehorchend

Ist es vorbei
nein
nie ist es vorbei,
denn unsere Gedanken
sind in unser Fleisch gebrannt

Unsere Lust
unsere ruhelose Gier
gleiten durch Zeit kommen wir
zur Stille im Raum weben
will ich dich und mich
zu Liebenden einen Teppich
aus weichwarmer Wonne

In die Weite
der Sehnsucht verschmelzen wir
unsere Seelen
zu stillgeschwiegenem Verstehen,
geben uns endlos
geborgenes Glück




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Viel! 
10.9.12, 17:38
Geposted von Kerstin Seidel

Viel!



So wenig,
das bißchen
Blut,
diese paar
Knochen,
diese dünne
Haut,
dieser leise
Schritt,
doch
die Stimme,
singend
die Gedanken
frei,
das Herz
mutig,
so viel

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Nachmittag im Cafe! 
10.9.12, 17:33
Geposted von Kerstin Seidel

Nachmittag im Cafe!



Da schau, die Reize der Damen
zwischen den Falten
hungriger Röcke und dort
der Apfelbaum in Pose
dieser Überdruss an Früchten
was du nicht hast kann ich
nicht geben die Geliebte
das Fehlen, aber die Gier
unter den überschlagenen
Beinen das Duftende
das Gewährende die richtige
Antwort auf die Frage die
sei eh falsch gestellt, sagst sie
jemand muss dran glauben, Liebe
und so Unruhe des Gewissens,
Gott bewahre uns, führe uns
in Versuchung bleibt

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Kassandra 
10.9.12, 17:26
Geposted von Kerstin Seidel

Kassandra!



Ich sehe,
ich will sehen,
durch sie hindurch,
über sie hinweg,
nicht bitte,
in sie hinein

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Treu! 
10.9.12, 17:24
Geposted von Kerstin Seidel

Treu!



Wohin gehen sie,
die Verratenen?
Den steilen Weg hinab
zu dumpfbehauenen Klagen,
in Trümmern liegt der Traum
und widerwillig wählen sie
die Lügen,
die sie Leben nennen.
Wohin gehen sie,
die Verratenen?
Die Engel,
wahren ihren Weg

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Kompromiss! 
25.8.12, 17:49
Geposted von Kerstin Seidel

Kompromiss!



das passt
nicht
du
so glatt und
ich
so kantig
du
ganz zart und
ich
so rauh
du
so still und
ich
so laut
du ganz weit
und ich
so eng
nur in
der Mitte
vielleicht
doch



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Sprechen! 
25.8.12, 10:51
Geposted von Kerstin Seidel

Sprechen!



Eine zögerliche Zaghaftigkeit
unseres Gesprächs und zaghaft
bis ins Ende, das Zögerliche war
immer greifbar, war aber den Zeichen
gewichen, der stillen Sehnsucht der Sprache,
Sprache aber als solche blieb abseits,
verborgen dir unter Vergangenem mir,
das Gesprochene aber, das unseren Ort erfüllt
war immer gemeint, so sprechen wir
von der Welt, die sich selbst beschreibt und
uns mit, während wir sprechen, am Ende steht
eine lautlose Erzählung, hohe Töne tragen uns
in beleuchtete Stille in uns, die Ohren verbunden
gegen die Verführung von der Welt, reden
wie ein Stein, diesen dann in die Hand nehmen,
diesen, seine Stille redet ortsvergessen, dicht,
eine zum Äußersten aufgespannte Nähe, aber wir




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Ankommen! 
21.8.12, 15:52
Geposted von Kerstin Seidel

Ankommen!



Nachts mache ich
hinter dem Rücken des Schlafes
lange Traumgänge.
Ich will weg gehen können
und doch sein wie ein Baum:
als zöge die Landschaft
und ich bliebe fest.
Ich will aushalten können,
fremde Luft
bis das Spiel
von Licht und Schatten,
von Grün und Blau,
die alten Muster webt
und ich zu hause bin -
Wo auch immer
und sitzen kann
und anlehnen,
als sei es schon das Grab
meiner Mutter




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