Ich bin...in dir! 
29.6.16, 16:41
Geposted von Kerstin Seidel

Zuhause


In dir!

Bin wie die Wolke
treibend im Sturm,
bin wie der Tropfen
fallend im Regen
bin wie die Kerze
flackernd im Dunkel,
bin wie das Blatt
welkend im Wind,
bin wie das Blut
strömend in dir





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Rohmaterial 
28.6.16, 07:13
Geposted von Kerstin Seidel

Rohmaterial,



unbearbeitete Masse -
Mensch brauchbar gemacht
halbiert vom ersten Krieg
gegen dich selbst verloren
die richtigen Gebete als Antwort
ausreichend Geschütze aufgestellt
Blitz und Donner dröhnen
hinter der Netzhaut
bricht das Licht im Traum
ein Trost bleibt
das Wort, das die Zeit krümmt
zu deinen Gunsten

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Heil 
28.6.16, 07:12
Geposted von Kerstin Seidel

Heil!


Ein Regentropfen
der mit mir den Himmel sucht
mein Blick aufwärts
er fällt kristallklar und
funkelnd schön
heil treffen wir uns
auf der Erde

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Die Aufgabe 
26.6.16, 07:18
Geposted von Kerstin Seidel

Die Aufgabe



in der Dunkelheit
eine Kerze zu entzünden
im Schnee
ein Bett zu machen
in der Wüste
eine Oase zu finden
im Hass
eine Hand zu reichen

haben wir alle

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Zeitlos! 
25.6.16, 08:49
Geposted von Kerstin Seidel

Zeitlos!



Wenn wir ineinander
so liegen würden
immer und immer
dann würden wir
versteinern
zu einem filigranen Fossil
ein Bernstein vielleicht
zartgelb in seinem Innern
geborgen
zwei die eins sind
zeitlose Zeugen für
die Existenz der Liebe

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Leer! 
24.6.16, 08:41
Geposted von Kerstin Seidel

Leer!


Sie
wartet
auf seine Hände
seine waren ihr vertraut
und er formte mit sanftem Druck
diese hübsche Schale
bleibt leer

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Mit beiden Händen! 
21.6.16, 19:14
Geposted von Kerstin Seidel

Mit beiden Händen!


Es war Sommer und seine Schultern
hoben senkten sich mit jedem Atemzug
ergossen sich ins Meer mit ihnen lebendig
wurde sie hinwegespült Welle um Welle
und ihre Haut war weiß und ungetröstet
wie zu lange andauerndes Weinen
in einer salzigen Welt gefangen von so
süßen Erinnerungen an seine Blicke jubelten
den Fluten zu ein Laut, der aufsteigt und schwebt
am Ende einer Frage, die oben bleibt
zwischen den Wolken, wie eine zerrissene,weißeFahne
dabei hatte sie sich schon lange ergeben, schön
und still flüsternd ein Wiegen im Wind , ein Zeichen ihm,
im Sand gemalte Wege Sehnsucht, Auswege,
Pläne zu einem anderen Ort, ein Schatz
den es zu finden lohnte unter den Gräsern
und Muscheln am Strand lag sie und hielt fest
die Wärme der Sonne mit beiden Händen.

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Außerhalb 
19.6.16, 20:12
Geposted von Kerstin Seidel

Außerhalb!



Schon wieder seine Klinge
am Hals gespürt alles
geschluckt
es bleibt ihr
im Halse stecken dieses
wuchtige
erste letzte alte neue
Stacheldrahtfallen-
wort ausgespuckt
irgend etwas
stimmt nicht
mit ihrem Mund voll
Blut stimmlos
wiederhallt sich
Leere innerhalb
der Berührung
dieser fünf Buchstaben
liegt ihr Leben
außerhalb
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Echtes Feuer! 
19.6.16, 08:14
Geposted von Kerstin Seidel

Echtes Feuer!



Sanft hebt sich mein Körper
dem Himmel entgegen
die Sonnenstrahlen
fließen zwischen den Zweigen
balzt ein Kiebitz, gerne würde ich
mit dir im See baden
seine Wasseroberfläche
der Spiegel, in dem ich uns sehe
nackt im Wasser treiben ich
will dich küssen gegen die Kälte
hilft nur schwimmen, sagst du
vielleicht Liebesschwüre
echtes Feuer, das du
tief in die Haut der Linde ritzt
bis sie blutet wie ich

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Zu früh! 
18.6.16, 13:18
Geposted von Kerstin Seidel

Zu früh!



immerhier noch
nicht geboren
aus Hitze und Hass
war ein Erstling zu Staub
fein zermahlen der Zauber zu früh
gefreut über Sternschnuppen
fallen nie fallen wirklich
nie verwandeln sich aber
schuldbewusst in Silberstreifen
am Horizont schreien
dir Hoffnung ins Gesicht grell
verglühend ihre Ewigkeit diese
winzigen Lichtlibellenflügel hell
fein flatternde Fangsiedoch
fühl die Wehen in Wellen
in deinem Stern ist es eh
noch zu kalt für ihre Geburt

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