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		<title>kerstinsverse.de</title>
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		<description><![CDATA[No Footer]]></description>
		<copyright>Copyright 2026, Kerstin Seidel</copyright>
		<managingEditor>Kerstin Seidel</managingEditor>
		<language>de-DE</language>
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			<title>Tauwetter </title>
			<link>https://kerstinsverse.de/blog/index.php?entry=entry260221-095253</link>
			<description><![CDATA[<h3>TAUWETTER</h3> <br /><br />Du cremst dein Gesicht mit Nivea, <br />weißer Winterclown. <br />Du siehst durch das Fenster.<br />Der Winter bedeckt die Dächer der Häuser <br />mit Schichten in Weiß,<br />Die winterlichen Wege erheben sich <br />als weißer Streifen gegen den Horizont,<br />schieben, wie ein Schneeräumer, <br />Details über den Deich, <br />wagen sich mit gesteinigten Gebäuden<br />in die leere Luft.<br />Was verstehst Du? <br />Was siehst Du?<br />Nicht den Weg, sondern das Haus.<br />Nicht das Haus, sondern den Stein.<br />Nicht den Stein, sondern die Mauer.<br />Der Gedanke ist nicht Muster,<br />sondern Architekt. <br />Die Augen zusammen gekniffen <br />gegen die wirbelnden Flocken, <br />fokussieren die Form. <br />Es ist das sehr Kleine im Großen.<br />Die ganze Zeit. Ein Weltbild. <br />Ein Bild von der Welt. <br />Weiß mit schwarzen, unscharfen Rändern. <br />Du erkennst die Form unter den Umrissen. <br />Alles bleibt gleich, aber anders. <br />Wer behauptet das Mauern gebaut werden, <br />der lügt!<br />Mauern wachsen wie Bäume,<br />sie sind schon als Samen unter dem Schnee<br /> und warten auf den Frühling. ]]></description>
			<category></category>
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			<author>Kerstin Seidel</author>
			<pubDate>Sat, 21 Feb 2026 08:52:53 GMT</pubDate>
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			<title>Mimikry</title>
			<link>https://kerstinsverse.de/blog/index.php?entry=entry260118-130050</link>
			<description><![CDATA[<h3>Mimikry</h3><br /><br />Ich will nicht viel sagen müssen,<br />wissen muss ich nicht Alles,<br />die Wege, die ich gehe sagen mir,<br />wenn ich will, wer hier schon ging<br />und fiel.<br /><br />Das Fernsehen brüllt mich an,<br />das ist so wichtig, fang jetzt an,<br />das ist des Wahnsinns tollster Wahn,<br />Ich frag zu selten, geht‘s mich an?<br /><br />Mir fehlt der Städte Flüstersang,<br />alte Kinos, warmer Klang in kleinen Sälen, <br />große Chance was zu wählen,<br />schwarz oder weiß, kurz oder lang.<br /><br />Das Internet bietet mir Netze,<br />hohle Sätze, es sagt mir was, <br />aber nicht wie,<br />als ging es nicht mehr ohne sie,<br />mutiere ich zur Mimikry.]]></description>
			<category></category>
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			<author>Kerstin Seidel</author>
			<pubDate>Sun, 18 Jan 2026 12:00:50 GMT</pubDate>
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			<title>Der Himmel </title>
			<link>https://kerstinsverse.de/blog/index.php?entry=entry260103-193413</link>
			<description><![CDATA[<h3>Der Himmel</h3> <br /><br />hängt an nichts<br />als der Schar Flocken<br />in die Luft geworfen<br />und niedergesunken<br />auf die nächste Kurve im Weg, <br />weißer Winkel<br />wo in den Spurrillen<br />schimmernde Sätze stehen und ich,<br />was will ich singen hier?<br />Der Schnee schmiegt sich<br />in die Felder, in die Straßen,<br />bedeckt jeden Schmutz und <br />dämpft jeden Laut <br />mit weichem, weißen Wirbeln<br />und ich, was will ich singen hier?<br />Mein Lied von Eis und <br />Schnee. <br />]]></description>
			<category></category>
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			<author>Kerstin Seidel</author>
			<pubDate>Sat, 03 Jan 2026 18:34:13 GMT</pubDate>
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			<title>Magie </title>
			<link>https://kerstinsverse.de/blog/index.php?entry=entry251206-121055</link>
			<description><![CDATA[<h3>Magie dieser Tage</h3><br /><br />Wo find ich sie, das ist die Frage?<br />Find ich sie in dunklen Kellern,<br />find ich sie auf leeren Tellern,<br />find ich sie auf kalten Straßen,<br />find ich sie im Hetzen, Rasen<br />nach mehr von was auch immer,<br />liegt sie etwa schon im Zimmer<br />unter dem geschmückten Baum <br />oder find ich sie im Traum? <br />Find ich sie im Gebet, in der Kirche, <br />in die keiner geht? <br />Ist die Magie vielleicht verloren, <br />wurde Jesus nie geboren? Nein,<br />ich glaub, ich seh, <br />jetzt und heute mehr denn je,<br />die Magie, wo ich sie find?<br />In jedem Blick von jedem Kind! <br />]]></description>
			<category></category>
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			<author>Kerstin Seidel</author>
			<pubDate>Sat, 06 Dec 2025 11:10:55 GMT</pubDate>
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			<title>1.Advent 2025</title>
			<link>https://kerstinsverse.de/blog/index.php?entry=entry251130-102551</link>
			<description><![CDATA[<h3>1. ADVENT- MEIN WUNSCH 2025</h3><br /><br />Ich wünsche mir dieses Jahr ein Fest,<br />das viel mehr lebt und viel mehr lässt, <br />Raum zum Träumen und zum Singen, <br />Kekse backen, Gutes bringen, <br />keine Hatz und Stress und Rennen, <br />ich will Versöhnen und nicht trennen, <br />ich möchte eine Lächelzeit, <br />mit viel Heilung, ohne Leid, <br />keine Hatz nach großem Wunder, <br />mir reicht es rund, ich brauch’s nicht runder, <br />alle fühlen sich einmal gleich, <br />die Liebe macht uns alle reich, <br />der Mensch ist besser als sein Ruf,<br />das ist die Wahrheit, die uns schuf, <br />das ist es was uns Weihnacht gibt, <br />Gewissheit, dass der Mensch <br />den Menschen liebt ]]></description>
			<category></category>
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			<author>Kerstin Seidel</author>
			<pubDate>Sun, 30 Nov 2025 09:25:51 GMT</pubDate>
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			<title>Angeboren</title>
			<link>https://kerstinsverse.de/blog/index.php?entry=entry251122-112421</link>
			<description><![CDATA[<h3>Genetisch </h3><br /><br />Ich bin das Fehlende in all seinen Gestalten, <br />jeden Morgen beim Waschen <br />blickt mir über die Schulter meine große Schwester, <br />sie steht wie traurige Weiden auf Füßen, <br />die sich recken als sei die Zeit ein zerbrechliches Glasgefäß <br />und undurchsichtig auch das, was durch sie hindurch fließt, <br />Tränen oder Tee in narbigen Tassen serviert auf trockener Erde, <br />auf der steht die Steinhülse, die ich bin,<br />ich betrete fremde Worte und rufe in den Raum, <br />wo es wimmelt von Klang, von inneren Stimmen, die mich aussprechen, die mir den Mundschutz vom Gesicht reißen, <br />wo wir hörbar werden und meine Schwester spricht, <br />wenn ich schlafe, warnt sie mich vor Alpträumen, die wir teilen <br />wie das Verlebte, die Kinder, die sich in die Schulter der Mutter krallen und weinen als hätten sie eine Beziehung zum Leben,<br />als könnten sie eine Grenze sein zu etwas, <br />das längst überschritten ist, diese unaussprechliche Lücke, <br />dieses fehlende Gefühl ist genetisch ]]></description>
			<category></category>
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			<author>Kerstin Seidel</author>
			<pubDate>Sat, 22 Nov 2025 10:24:21 GMT</pubDate>
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			<title>Winter</title>
			<link>https://kerstinsverse.de/blog/index.php?entry=entry251108-112401</link>
			<description><![CDATA[<h3>Der Winter </h3><br /><br />beginnt sich zu formen,<br />Gedanken wachsen übereinander <br />wie schneebedeckte Dächer in abstrakter Malerei,<br />aber keine Linie ist gerade, kein Licht ist nur hell, <br />die Sonne ist kurzsichtig geworden<br />und die Form der Flocke ist eine Metapher für Vergängliches, <br />wie ein Lächeln oder ein Gedanke, <br />nur das Gefühl bleibt, die Kälte der Luft erhebt sich über die Stadt, <br />die Stille streift mit ihren Fingerspitzen, in denen Augen sind, <br />tastend die Mitte im Wirbeln der Worte, <br />niemand achtet auf den Inhalt nur auf den Klang, <br />niemand achtet auf den Weg nur auf den Gang, <br />und die Sonne steht wie ein Eisenball in blauem Himmel: <br />Ein Wurf, ein Riß in der Realität, in der weißen Wand,<br />als würde man die Welt mit Schneeflocken stopfen wollen, <br />ein weißes Weben im Geist, beruhigend und glitzernd<br />und nächsten Winter empfinde ich anders ]]></description>
			<category></category>
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			<author>Kerstin Seidel</author>
			<pubDate>Sat, 08 Nov 2025 10:24:01 GMT</pubDate>
		</item>
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			<title>Mehr</title>
			<link>https://kerstinsverse.de/blog/index.php?entry=entry251031-152622</link>
			<description><![CDATA[<br /><h3>MEHR </h3><br /><br />Ich mag die Risse im Asphalt,<br />mehr als den Marmor im Palast,<br />Ich mag dein schiefes, schönes Lächeln <br />und deinen Pulli, der nicht passt.<br /><br />Ich mag die graue, raue Stadt,<br />mehr als das Glitzernde im Dreck.<br />Ich mag den ganzen, tiefen Sinn<br />und nicht nur Zins und Ziel und Zweck. <br /><br />Ich mag die bemühten Taten,<br />mehr als die Worte hohl und leer,<br />Ich mag den Fluss mit stillen Ufern<br />und nicht nur das endlos weite Meer.<br /><br />Ich mag es zu sehen und zu wissen <br />mehr als zu ahnen was wir sind,<br />Ich mag die Wege gerne gehen <br />und nicht nur folgen stumm und blind. ]]></description>
			<category></category>
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			<author>Kerstin Seidel</author>
			<pubDate>Fri, 31 Oct 2025 14:26:22 GMT</pubDate>
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			<title>Das ist mein Land</title>
			<link>https://kerstinsverse.de/blog/index.php?entry=entry251002-142214</link>
			<description><![CDATA[<h3>Das ist mein Land,</h3><br /><br />das geteilte, das geheilte, <br />von dem gesagt wird,<br />hier ist der Anfang und das Ende,<br />das ist mein Dorf, das sich im Schlaf über mich legt,<br />qualmender Schornstein und bellende Hunde,<br />das ist die Kirche,<br />die mit schwerem Sockel namenlos steht, <br />Das ist die Wiese, die man mit Trost pflasterte, <br />Feigenbäume und wilder Wein,<br />Das ist mein Land,<br />die dummen Dörfer, die Fahnenschwenker, <br />die kläffende Meute,<br />kalte Füße auf nacktem Pflaster, <br />Das ist mein Land,<br />das ruft, du hast es bequem,<br />während ich gehe und gehe,<br />wohin?]]></description>
			<category></category>
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			<author>Kerstin Seidel</author>
			<pubDate>Thu, 02 Oct 2025 12:22:14 GMT</pubDate>
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			<title>NIXENINTERVIEW </title>
			<link>https://kerstinsverse.de/blog/index.php?entry=entry250924-103712</link>
			<description><![CDATA[<h3>NIXENINTERVIEW</h3><br /><br />Hast du die Tropfen geformt,<br />den Fluss gemalt<br /><br />gingst du zum Ufer<br />und kamst nie mehr zurück<br /><br />wohnst du hinter der Wand,<br />in der Leitung unter dem Abfluss <br /><br />zogst du den Stöpsel aus der Wanne,<br />um in die Tiefe zu entwischen <br /><br />nahmst verklebte Haare mit verhexte Frösche,<br />Spülmittel und die tiefen dunklen Ängste unter der Haut <br /><br />ließt du deine Schuppen wieder glitzern<br />da doch die Füße fremd waren <br /><br />ergosst du deine Tränen in die Kanäle<br />und schwammst hindurch<br /><br />bliebst du in den schwarzen Schleusen hängen<br />gefangen und der Liebe verlustig gegangen<br /><br />was tat ich ohne dich,<br />lernte ich atmen ohne Luft? ]]></description>
			<category></category>
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			<author>Kerstin Seidel</author>
			<pubDate>Wed, 24 Sep 2025 08:37:12 GMT</pubDate>
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