Schrill! 
28.10.15, 16:25
Geposted von Kerstin Seidel

Schrill!



Der Herbst

ist schrill
in den Augen
das Rot und das Gelb
so prall knall
die fetten Früchte
vom Baum die Blätter
fallen pling plong
auf die Erde und
die bleibt ruhig
treibt sich Pilze aus
Lamellenschirmchen
schau wie das Männlein
steht im Walde
zu viele Jäger und
die Büchsen brüllen
dass die Heide wackelt
wie weidwundes Reh hey,
da geh nicht längs
betarne dich mit Schatten

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Ein Fluch! 
28.10.15, 06:43
Geposted von Kerstin Seidel

Ein Fluch!



Wie wir
unglaublich nah,
so weit entfernt
der selbe Mond
über uns Beiden

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Toter Herbst! 
24.10.15, 21:27
Geposted von Kerstin Seidel

Toter Herbst!



Seine Sätze sind
schmale Spuren
auf weitem Land
liegen leblos als
schwarze Zeichen
auf weißem Blatt
und sind unschuldig

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Ein Feuerende 
24.10.15, 21:26
Geposted von Kerstin Seidel

Ein Feuerende



Wand der Wellen
zerschmettert Zeit
und Raum regungslos
der Baum bannt Wind
in seinem Wipfel wohnt
der Tod trägt rot
bunte Lust zur Schau
die Vögel flohen
mit dem Sommer
gen Süden seiden zarte
Zeichen weiß am Horizont
überquerten lautlos
das Land liegt brach
schwach braun ich
blieb zurück am Strand

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Aufrechter Gang 
24.10.15, 21:24
Geposted von Kerstin Seidel

Aufrechter Gang
(Zur Nachahmung)



Mehr noch als Löwen
schreiten Möwen
mit stolz geschwellten Brüsten
an den Küsten
auf und ab

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Begrenzt! 
16.10.15, 15:56
Geposted von Kerstin Seidel

Begrenzt!



Nie werde ich sehen,
was du siehst,
Kontinente aus Holz
aus Feuer aus Wasser
aus Eis - was ist
bleibend außer
deine Welt
beginnt dort wo
mein Horizont endet






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Wie der Hase läuft! 
15.10.15, 19:13
Geposted von Kerstin Seidel

Wie der Hase läuft!



Der Hase läuft
schneller, aber ihr Blick
folgt seiner Spur zum Wald da
geduckt zwischen den Bäumen
ein Rudel von Häusern,
dazwischen die Straßen,
die in der Ferne
ein Spinnennetz werden,
dort steht sie
gefangen im Mondlicht
auf dem Weg,
den sie nicht gehen wird,
zu einer Tür,
an die sie nicht klopfen wird und
mit dem Gleichmut einer Närrin
schreibt sie Verse in den Wind,
als ob sie nicht wüsste, dass
die wirklich netten Männer
immer nur sich selbst verletzen
und die scheinbar lieben Frauen
immer nur sich selbst lieben,
als ob sie nicht wüßte
wie der Hase läuft
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Allein! 
13.10.15, 19:01
Geposted von Kerstin Seidel

Allein!



Das Flüchtige
muss schreien,
das Endlose
kann schweigen
so wie ich
braucht es
keine Beweise,
denn ich träume dich,
ich sehe dich
mit leeren Händen
geben, geben
alles, was du hast
ist dieser unstillbare Durst,
ist diese unheilbare Wunde,
am Grunde der Stille
male ich dich
in den Sand
und staune über:
die Sanftheit deiner Linien,
die Grobheit meiner Grenzen
von Zeit und Bewusstsein
verdrängt
vertiefe ich mich
in dein abwesendes
Dasein

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Zutrauen! 
13.10.15, 06:55
Geposted von Kerstin Seidel

Zutrauen!



In Zeiten des Umbruchs,
gehen sie Hand in Hand, aber
Land auf Land ab
marschiert der Mob,
Stopp der Dummheit
Dreistigkeit, jetzt Mitleid
Mittun ist gefragt
wer wagt
gewinnt immer
schlimmer kann
man was machen,
wenn man Nix macht
wacht auf, legt los, Vogel Strauß
raus den Kopf aus dem Sand nur
Mut tut gut

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So Frei! 
12.10.15, 19:55
Geposted von Kerstin Seidel

So frei!


Ich werde so frei sein
und räume mit Altem auf
gehe mit dem Abrisshammer
auf die dunklen Stunden los
werfe die abgeliebten
Träume aus der Tür hinaus
öffne die Fenster und
lass den Firlefanz fliegen
dann fege ich
mit leichten Gedanken
mein Herz leer,
schaffe Raum
für eine neue Sonne
die aufgehen wird
über meiner frischen Erde
über zärtlichem Grün
wo ich so frei bin

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